ZAKB: Gebührenzahler sollen zahlen und nicht Nachdenken oder Fragen stellen

Auf diesen Kernsatz könnte man die derzeitige Diskussion über die eingeführten Gebühren für Grünschnittmengen von mehr als 1 Kubikmeter herunter brechen. Dabei ist und bleibt die Einführung der Grünschnittgebühr ungerecht und benachteiligt die Anlieferer von Grünschnitt abseits der großen Wertstoffhöfe deutlich. Statt eine gerechte Lösung für die Gebührenzahler zu schaffen, zuckt man mit den Schultern und fordert weiter zur Zahlung der ungerechtfertigten Gebühren auf.

Die Verbandsversammlung des ZAKB macht es sich bei dem Thema Grünschnittentsorgung sehr einfach. Und schon gibt es einen weiteren Punkt zur Kritik.

Aufgrund einer gesetzlichen Regelung werden Polystyrolmaterialien (Styropor), die mit Flammhemmschutz HBCD behandelt sind nicht mehr in den Wertstoffhöfen des ZAKB angenommen. Der Gesetzgeber habe noch keine entsprechende Lösung gefunden, begründet man das Annahmeverbot. Nach Meinung des ZAKB sollen die Bürger das betreffende Material einfach Zuhause zwischenlagern bis eine Lösung gefunden sei.

Von einem Zweckabfallverband darf man jedoch etwas mehr erwarten als einfach die Hände zu heben. Weshalb sollen denn die Bürger schon wieder die Zeche für nicht zu Ende gedachte Verordnungen zahlen? Wo sollen sie denn die Dämmstoffreste lagern? Weshalb wurden nicht rechtzeitig kreisweite Zwischenläger eingerichtet? Hat man mit dem Annahmestopp beim ZAKB daran gedacht, dass dadurch mit ziemlicher Sicherheit wieder mehr Dämmstoffreste in der Natur entsorgt werden?

Neue Bauplätze für Groß-Rohrheim?

Einhausen, Gernsheim, Lampertheim und andere Kommunen machen es vor. Sie nutzen den bestehenden Bauboom und weisen neue Baugebiete aus. Innerhalb kürzester Zeit werden die Bauplätze verkauft. Unsere Nachbarstädte sichern sich auf diese Art und Weise zusätzliche Einnahmen und “gewinnen“ gleichzeitig neue Kunden für ihre Schulen und Kindergärten, aber auch für ortsansässige Geschäfte und Gewerbetreibende.

Auch in Groß-Rohrheim ist Bauland nachgefragt und nicht nur aufgrund der im Jahr 2018 bestehenden S-Bahn-Haltestelle könnten wir bei Bauwilligen punkten.

Während in anderen Kommunen die Idee, neues Bauland zu schaffen mit großer Mehrheit oder sogar einstimmig abgesegnet wird und man sich zukunftsorientiert weiterentwickelt, ist das in Groß-Rohrheim ganz anders. Hier soll erst ein Ausschuss darüber beraten, ob die weitere Ausweisung eines Baugebietes sinnvoll und wünschenswert ist. Andere entwickeln sich während wir in Groß-Rohrheim abwarten und diskutieren. Stattdessen soll der Friedhof erweitert und ein Bestattungswald geschaffen werden, von dem niemand weiß, ob überhaupt Interesse daran besteht und was dort eine Beerdigung kosten soll.

„Wir haben was geschafft “ –

Das Projekt „Wir bauen einen Lebensturm“ beim Freiwilligentag ist umgesetzt!

Ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer!

Groß-Rohrheim, 19.09.2019 – Es ist vollbracht. Der Freiwilligentag 2016 fand am vergangenen Samstag in 73 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar statt und wurde dank nahezu 390 Projekten und über 7300 freiwilligen Helferinnen und Helfern zum tollen Erfolg. Auch die Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim waren Teil des größten Freiwilligentages Deutschlands und setzten zusammen mit der tatkräftigen Unterstützung fleißiger Helferinnen und Helfer das geplante Projekt „Wir bauen einen Lebensturm“ in die Tat um. Errichtet wurde der Lebensturm am Josef-Peter-Audebertweg.
Die Rohbauarbeiten des Lebensturms sind also abgeschlossen und teilweise wurden die diversen Etagen bereits eingerichtet. Unterm Dach ist Platz für einen Steinkauz oder für ein Taubenpärchen. Ein Nistkasten für Singvögel und ein Fledermauskasten ergänzen das Angebot für mögliche gefiederte Bewohner. Gleich darunter hängen Blumentöpfe mit Holzwolle, die Ohrwürmern als Unterschlupf dienen. Morsche Baumstämme, teilweise mit Löchern für Wild- und Holzbienen sowie markhaltige Äste ergänzen das Wohnraumangebot für diverse Insekten. Am Fuß des Lebensturms wurden Gestrüpp und Bruchsteine eingebracht. Hier könnten sich Eidechsen und Igel wohlfühlen und eventuell bereits ihr Winterquartier beziehen. In den kommenden Wochen werden die fehlenden Ergänzungen eingebracht, damit der Lebensturm spätestens im Frühjahr komplett bezugsfertig ist
An dieser Stelle möchten sich die Freien Wähler-Bürger-für Groß-Rohrheim bei allen, die die Realisierung des Projekts möglich gemacht haben, bedanken. Ein großes Dankeschön gilt den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Besonderen Dank sagen wir Artur Krämer von der FWG Rödersheim-Gronau, unserem Bohrfachmann Thomas Neeb, dem Revierförster Uwe Lanz und natürlich auch Kalli Hofmann. Nur mit all dieser Unterstützung konnte unser Vorhaben so erfolgreich umgesetzt werden. Dafür sagen wir: Danke!
Die anregenden Unterhaltungen und das gemeinsame Schaffen für die gute Sache, sowie viele herzliche Momente behalten wir in bester Erinnerung.

 

Der Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar

Der Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar wurde 2008 ins Leben gerufen, um das Ehrenamt zu stärken und die Vielfalt des bürgerschaftlichen Engagements im Dreiländereck Baden-Hessen-Pfalz sichtbar zu machen. Unter dem Motto „Wir schaffen was!“ wird er seit-dem alle zwei Jahre am dritten Samstag im September durchgeführt. Er ist eingebettet in die bundesweite Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Mit zuletzt 6.000 Teilnehmern in 300 Projekten ist der Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar die bundesweit größte Veranstaltung dieser Art. Der Freiwilligentag 2016 wird unterstützt durch BASF SE und SAP SE sowie Hornbach-Baumarkt-AG, Mercedes-Benz-Niederlassung Mannheim-Heidelberg-Landau, Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH, SV SparkassenVersicherung und Königsweg.


In aller Kürze aus der letzten Sitzung der Gemeindevertretung (Teil 1)

Bei unseren Recherchen am Bahnhof hatten wir festgestellt, dass auf dem Bahnsteig zwei derzeit rund 70qm überdachte Fläche vorhanden sind und bei schlechtem Wetter als Unterstand dienen. Gemäß den aktuellen Vorschlägen der Deutschen Bahn AG hinsichtlich des Umbaus des Bahnhofsgeländes sollte diese Fläche ersatzlos wegfallen. Stattdessen sollten zwei Wartehäuschen à 9 qm errichtet werden. Ein Unding.
Nach langatmigen Diskussionen mit teilweise verwirrt klingenden Vorwürfen („stellen Sie keine unsinnigen Anträge“), folgte die Gemeindevertretung schließlich doch unserem Vorschlag und die Deutsch Bahn wird nun aufgefordert die überdachte Fläche auf Bahnsteig 2 in der gleichen Größe zu realisieren wie sie derzeit besteht.
FREIE WÄHLER-Bürger für Groß-Rohrheim
Walter Öhlenschläger

Freie Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim machen mit bei Wir-schaffen-was

LebensturmAuch in diesem Jahr haben sich die Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim an der Kirchweih beteiligt und Wein und Spinatknödel für einen guten Zweck verkauft. Aus dem Erlös dieser Aktionen wurden in der Vergangenheit schon mehrere Sitzbänke und Tische in der Groß-Rohrheimer Gemarkung aufgestellt.
Anläßlich des Freiwilligentages der Metropolregion Rhein-Neckar am 17. September bauen die Groß-Rohrheimer Kommunalpolitiker diesmal einen Lebensturm.  Helfer werden hiermit herzlich eingeladen sich an diesem Projekt zu beteiligen. Treffpunkt ist am 17.09.2016 um 09:45 Uhr auf dem Parkplatz der Bürgerhalle.
Ein Lebensturm ist Artenschutz auf einem Quadratmeter und bietet insbesondere Lebensraum für Vögel und Insekten. Ein entsprechender Antrag an den Gemeindevorstand wurde gestellt. Für die Ausstattung des Lebensturms hat man sich im Vorfeld mit Fachleuten aus dem Natur- und Umweltschutz abgestimmt. . Und so könnte der Lebensturm aussehen:
 
Quelle: Herbert Riebel, NABU Landau-Land
1.Halbhöhlenbrutröhre für Rot-schwanz und Bachstelze;
2. Meisen-Nistkasten; 3. Nistblöcke aus Hartholz für Wildbienen; 4. Zweigeteilte Holzkiste mit Bam-busröhren und Schilfstängeln für Wildbienen und Florfliegen; 5. Tonblumentopf mit Holzwolle gefüllt für Ohrwürmer; 6. Morsches Holz für Holzbienen und Käfer, Baumaterial für Wespen und Hornissen; 7. Laub als Unterschlupf für Igel oder Hum-melkasten; 8. Bündel aus mark-haltigen Pflanzenstängeln für Wildbienen.

Alle Zwischenräume werden mit Geäst aufgefüllt, damit ein dichtes Gestrüpp entsteht. Von außen kann man den Lebensturm mit Ranken bepflanzen, z.B. mit Knöterich, Kletterrose, Glyzinie, ...). Alternativ können am Fuß des Lebensturms aufgeschichtete Bruchsteine Eidechsen als Unterschlupf dienen.

 

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