Gemeindeschwester 2.0 auch für das Ried und für Groß-Rohrheim

Der Kreis Bergstraße stellte als erster Landkreis in Hessen den Antrag, beim landesweiten Projekt „Gemeindeschwester 2.0“ teilzunehmen. Das vom Kreistag Bergstraße abgesegnete Konzept erhielt dann auch die Zustimmung des hessischen Sozialministeriums und folglich auch den erwarteten Förderbescheid des Landes. Die Bergsträßer Gemeinden Abtsteinach, Birkenau, Fürth, Grasellenbach, Lautertal, Mörlenbach, Rimbach, Wald-Michelbach und die Stadt Lindenfels profitieren seit bald eineinhalb Jahren von diesem Programm. Dort kümmert sich eine psychosoziale Fachkraft um die vor Ort bestehenden Probleme und trägt dazu bei, dass ältere Menschen trotz bestimmter Einschränkungen so lange wie möglich in ihrer eigenen Häuslichkeit leben können.

Dieses Programm soll nun auch auf das Ried übertragen werden und Groß-Rohrheim würde sich eine einzustellende Fachkraft mit Bürstadt, Biblis, Einhausen und Lorsch teilen. Die Gemeindevertretung Groß-Rohrheim wird in ihrer Sitzung am 18.02.2020 darüber beraten.

Für einen optimalen Standort unserer Feuerwehr

 

Feuerwehrparkplatz

Dieser Rasen und die Bäume müssten den benötigten Parkplätzen weichen wenn am aktuellen Standort erweitert wird..

 

Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren wurden im vergangenen Jahrzehnt immer mehr ausgeweitet und das wird künftig so weitergehen. Die gesetzlichen Vorgaben zu Ausrüstung und Fahrzeugen werden sich ebenfalls weiter verschärfen. Deshalb ist es wichtig, dass Feuerwehrstandorte zukunftsorientiert ausgerichtet werden und über ausreichende „Reserven“ verfügen.

In Groß-Rohrheim wird seit über eineinhalb Jahren über einen erforderlichen Anbau an das Feuerwehrgerätehaus gesprochen. Fakt ist, dass der derzeit vorhandene Platz weder für die Mannschaft noch für Fahrzeuge und Geräte ausreicht. Ein Anbau an das vorhandene Gerätehaus würde unserer Meinung nach die Platzprobleme nur kurzfristig und eher in der Art einer Notlösung beseitigen.

Das Nadelöhr der Zu- und Abfahrt über die Jahnstraße und der Gefährdung ankommenden Einsatzkräfte bzw. der schon ausrückenden Fahrzeuge würde weiter bestehen. Übungshof bzw. die Übungsfläche und erst recht die Parkplätze würden durch einen Anbau auf dem derzeitigen Feuerwehrgrundstück massiv beschnitten und wären nicht mehr ausreichend. Ein Ausweichen der Parkplätze auf die Grundfläche vor dem Feuerwehrgerätehaus und ein Fällen der dortigen Bäume lehnen wir ab!

Deshalb beantragen wir den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses im östlichen Ortsteil. Sämtliche vorstehend angesprochenen Probleme ließen sich dadurch lösen. Zudem ließe sich dann die akute Raumnot der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes lösen.

Zudem ist es so, dass in Groß-Rohrheim Räume für regelmäßige Veranstaltungen der Volkshochschule fehlen. Mit dem Wegfall der angedachten Lösung im Sparkassengebäude ist dieses Thema aktueller denn je. Es besteht allerdings auch Raumbedarf für die dauerhafte Einrichtung einer „Krabbelgruppe“ für Kleinkinder und für einen Jugendtreff. Und bekanntlich gibt es Bedarf für die Unterbringung von Fahrzeugen und Gegenständen der Groß-Rohrheimer Vereine.

Insofern sehen wir den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses im östlichen Ortsteil sowie die Umwandlung des seitherigen Feuerwehrgerätehauses zu einem Haus für Bildung, Bürger und Vereine als Lösungsmöglichkeit aller angesprochenen Probleme.

Wichtig dabei ist allerdings, dass sämtliche Fördertöpfe ausgeschöpft werden. Andere Gemeinden können das auch.

Was nun Herr Bürgermeister?

Der Bürgermeister hat im Dezember einen unausgegorenen Haushaltsvoranschlag der Gemeindevertretung vorgelegt. Es fehlten die Investitionen für bereits bestehende Planungen zum Anbau  des Feuerwehrgebäudes. Ebenso die Projekte die mit dem Landeszuschuss in Höhe von 750.000 € umgesetzt werden sollen, wie die Neugestaltung des Bauernmarktes mit einer Toilettenanlage in der Lindenallee, sowie der Bau eines Winterrasenplatzes und die Neugestaltung der Leichtathletikanlage.

Insgesamt sprechen wir also über Ausgaben in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro die im Haushalt für das Jahr 2020 nicht erscheinen.

Aufgrund der unvollständigen Ausführung des Haushaltvoranschlages konnten die Gemeindevertreter diesem im Dezember mehrheitlich nicht zustimmen.

Bisher sind 4 Wochen vergangen und dem Bürgermeister ist nichts Besseres eingefallen als die kostenlose Ausgabe von Windelsäcken und Zuschüsse für das Ruftaxi zu streichen.

Wäre es nicht richtig und notwendig, dass der Bürgermeister alles unternimmt, um die Mängel im Haushaltsvoranschlag zu beseitigen und mit den Fraktionen das Gespräch zu suchen, um schnellstmöglich einen beschlussfähigen Haushalt zu erstellen?

Die FW Bürger für Groß-Rohrheim sind jedenfalls zu einem offenen Gespräch und kooperativer Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister bereit.

Aufbruchstimmung in Groß-Rohrheim

 

 

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Sehr viele Bürgerinnen und Bürger nutzten am vergangenen Sonntag die Möglichkeit, die Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten Sascha Holdefehr mitzuerleben. Die Rathausscheune war wirklich sehr gut gefüllt. „Ich will als Brückenbauer über Parteigrenzen hinweg eine Politik der Offenheit und Transparenz für Groß-Rohrheim schaffen möchte. Und der Bürgermeister für alle sein. Das Amt des Bürgermeisters ist für mich ein Bürgeramt und kein Parteiamt“, lautete das Eingangsstatement von Sascha Holdefehr. Die Besucher quittierten diese Aussage mit deutlichem Applaus.

Unter der Überschrift „Fit für eine gute Zukunft“ stellte Herr Holdefehr die Schwerpunkte seines Handelns als Bürgermeister vor. Großen Wert lege er auf geordnete Finanzen der Gemeinde. Dabei gehe es auch um den Erhalt und die Pflege von geschaffenen Werten und der öffentlichen Infrastruktur der Gemeinde, auf die die Bürger und auch die Vereine angewiesen sind. Ebenso sei ihm das „Miteinander“ wichtig - das miteinander Sprechen und nicht das übereinander Reden.
 
Herr Holdefehr berichtete auch von seinen Vorstellungsrunde bei den örtlichen Vereinen. Das ehrenamtliche Engagement der Bürger müsse unbedingt durch die Gemeinde gefördert und gewürdigt werden. Ob Sportverein, Kultur oder bei der Feuerwehr, in Groß-Rohrheim sind zahlreiche Bürger unheimlich engagiert tätig. Dies verdiene höchsten Respekt aller politisch Verantwortlichen.
 
Wichtig ist Sascha Holdefehr aber auch, dass man sich an dem Ort wohl fühlt, an dem man lebt. Ob Kindergarten, Lindenhofschule oder die Bedürfnisse der älter werdenden Generation. Dazu blieb er keine Antwort schuldig. Auch wenn er natürlich erst nach seiner Wahl aktiv werden kann. Auch Fragen zu den Problemen am Badesee, zum Ordnungsamt und zum Thema Bürgerbus wurden gestellt. Dabei wusste er mit Sachkenntnis und guten Lösungsansätzen zu überzeugen, was von den Besuchern mehrfach mit spontanem Beifall honoriert wurde.

 

Jahresabschluss der Bürger für Groß-Rohrheim

Bürgermeister-Wahlkampf auf dem Rücken von Kindern und Senioren?

 

Jahresabschluss2019

Aufgrund der vielen vorweihnachtlichen Termine haben die Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim ihren traditionellen Jahresabschluss schon vor Jahren in die erste Tage des neuen Jahres verlegt. In lockerer gemütlicher Atmosphäre trafen sich die Fraktions- und Vorstandsmitglieder am 04.01.2020 im Restaurant Bei Josef in Biblis. Besonderen Dank sprach Vorsitzender Walter Öhlenschläger dabei Svenia Banasiuk, Doris Öhlenschläger und Edmund Korffmann aus. Svenia Banasiuk engagiert sich seit vier Jahren als Vorsitzende des Ausschusses für Sport, Kultur- und Jugendfragen und nicht zuletzt ihrer Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass der erneute Versuch einen Jugendrat zu wählen überhaupt durchgeführt werden konnte und zum Erfolg führt. Doris Öhlenschläger vertritt die Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim in den wöchentlich stattfindenden Sitzungen des Gemeindevorstandes und bringt dabei auch ein extrem großes zeitliches Engagement mit. Edmund Korffmann schließlich zeichnet für das Layout und den Druck des „Ausschellers“ verantwortlich. Kurz vor Weihnachten wurde die letzte Ausgabe des Jahres 2019 verteilt und die erste Ausgabe des Jahres 2020 ist bereits in Vorbereitung.

 

Kopfschüttelnd nahmen die Anwesenden zur Kenntnis, dass der Bürgermeister offenbar aus Verärgerung über die ausgebliebene Zustimmung zum Haushaltsplan 2020 sowohl die Ausgabe von Windelsäcken eingestellt als auch die Zuschüsse für das Ruftaxi gestrichen hat. Der pauschale Hinweis darauf, dass keine freiwilligen Leistungen ohne genehmigten Haushalt vorgenommen werden können ist einfach falsch. Im Kommentar zum § 99.1 der Hessischen Gemeindeordnung wird dazu ausgeführt, dass ohne genehmigten Haushalt sogar die Kosten für einen närrischen Rathaussturm verausgabt werden dürfen. Insofern kann die Maßnahme des Bürgermeisters nur als restlos überzogen bezeichnet werden. Oder geht es wieder einmal nur darum die Gemeindevertretung in ein schiefes Licht zu rücken? Gerade die Kinder und Senioren einer familienfreundlichen Kommune sollten aus wahlkampftaktischen Überlegungen herausgehalten werden.

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