Schlammschlacht im Bürgermeisterwahlkampf

Streit (besonders im Bereich der Politik), der unsachlich und mit herabsetzenden Äußerungen o. Ä. ausgetragen wird nennt man Schlammschlacht. So steht es im Duden. In den vergangenen Wochen war mehrfach zu lesen, dass es beim Bürgermeisterwahlkampf eine Schlammschlacht gäbe. Der Leserbrief im Groß-Rohrheimer Blatt ist das erste und bislang glücklicherweise einzige Beispiel dafür. Die Bürger für Groß-Rohrheim sind keine Partei und wollen es auch nicht werden. Insofern kümmern wir uns auch weiterhin nicht um Parteiarbeit sondern um unser Dorf und seine Bürgerinnen und Bürger. Andere für ihr ehrenamtliches Engagement herabsetzen gehört ebenfalls nicht zu den erstrebenswerten Zielen.

 

Vor sechs Jahren wurde der amtierende Bürgermeister von SPD und CDU unterstützt. Damals war das okay. Weshalb kritisiert man diesmal den parteilosen Herausforderer bzw. seine Unterstützer für die genau gleiche Sache?

Taschenspielertricks bei den Bürgern für Groß-Rohrheim? In einem nicht von den Freien Wählern vorgegebenen zeitlichen Zusammenhang mit den Themen „Fehlende Lagermöglichkeiten für Vereine, fehlende Räume für Volkshochschule, Krabbelgruppe, etc. sowie einem vorgesehenen Anbau an das Feuerwehrgerätehaus und der Schaffung von Parkplätzen“, wurde in der Gemeindevertretung ein Sachantrag gestellt. Nicht mehr und nicht weniger. Zum Wahlkampfthema haben es alleine diejenigen gemacht die über die genannten Argumente nicht sachlich diskutieren wollten und vor der engen, aber viel befahrenen Jahnstraße die Augen verschließen. Es ist doch so einfach. Wenn ein Vorschlag keine Mehrheit bekommt dann ist er vom Tisch. Nach der Bürgermeisterwahl wird es nun hoffentlich wieder etwas ruhiger und sachlicher in Groß-Rohrheim.

 

 

Buslinie 44 nach Griesheim bzw. Darmstadt

Mitte Dezember 2018 wurde Groß-Rohrheim an die Buslinie 44 der LNVG nach Griesheim bzw. Darmstadt angebunden. Alle Beteiligten waren sich damals einig, dass eine neu geschaffene Buslinie eine gewisse Anlaufzeit benötigt. Vor genau einem Jahr, am 11.03.2019 hatten wir eine Anfrage hinsichtlich Häufigkeit der Nutzung gestellt. Immerhin zahlt unsere Gemeinde für dieses Buslinie pro Jahr einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro. Da muss es erlaubt sein nach der Sinnhaftigkeit der Ausgaben zu fragen. Die Antwort auf unsere Anfrage fiel erwartungsgemäß recht mager aus. Es wurde allerdings darauf hingewiesen, dass der untersuchte Zeitraum zu kurz für belastbare Aussagen sei. Wir gingen davon aus, dass nach dem ersten kompletten Betriebsjahr, also spätestens im Januar 2020 eine weitergehende Information erfolgt. Bis dato ist allerdings nichts dergleichen geschehen. Weiterhin sind leere oder fast leere Busse der Linie 44 zu sehen. So haben wir für die nächste Sitzung der Gemeindevertretung eine entsprechende Anfrage vorbereitet. Nahverkehr um jeden Preis macht wenig Sinn.

Neubau eines Feuerwehrgerätehauses und eines Bürger- und Vereinszentrums

In den letzten Tagen haben wir viel Zuspruch für unseren Antrag erhalten. Aktive und ehemalige Aktive der Feuerwehr haben uns dazu angerufen oder Emails geschrieben. Elementarer Bestandteil unseres Antrages ist die erforderliche Beteiligung unserer Feuerwehrkameraden. Gerade die nicht ausreichende Übungsfläche ist dabei ein wichtiges Thema. Eine Planung ohne die Einsatzkräfte macht absolut keinen Sinn. Dabei müssen dann sämtliche Themen und Probleme auf den Tisch kommen und es muss geklärt werden, welche Zuschüsse nach den Brandschutzförderrichtlinien (BSFRL Hessen) möglich sind. Groß-Rohrheim braucht eine aktive Feuerwehr die gemäß der neusten Vorgaben und Richtlinien ausgestattet ist.

Der ebenfalls beantragte Umbau des seitherigen Gerätehauses in ein Gebäude für Bürger, Bildung und Vereine erfordert allerdings die gleiche umfassende Bürger-und Vereinsbeteiligung. In Groß-Rohrheim besteht nachgewiesener Bedarf an Räumlichkeiten für Veranstaltungen sowie für Fahrzeuge und Geräte der Vereine.

Mit dem Wegfall der angedachten Lösung im Sparkassengebäude ist dieses Thema aktueller denn je. Es besteht allerdings auch Raumbedarf für die dauerhafte Einrichtung einer „Krabbelgruppe“ für Kleinkinder und z.B. für einen Jugendtreff. Wäre es nicht sinnvoll für regelmäßige Veranstaltungen der Volkshochschule zu den unterschiedlichsten Themen endlich wieder über geeignete Räume verfügen zu können?

161451KA 01

Gemeindeschwester 2.0 auch für das Ried und für Groß-Rohrheim

Der Kreis Bergstraße stellte als erster Landkreis in Hessen den Antrag, beim landesweiten Projekt „Gemeindeschwester 2.0“ teilzunehmen. Das vom Kreistag Bergstraße abgesegnete Konzept erhielt dann auch die Zustimmung des hessischen Sozialministeriums und folglich auch den erwarteten Förderbescheid des Landes. Die Bergsträßer Gemeinden Abtsteinach, Birkenau, Fürth, Grasellenbach, Lautertal, Mörlenbach, Rimbach, Wald-Michelbach und die Stadt Lindenfels profitieren seit bald eineinhalb Jahren von diesem Programm. Dort kümmert sich eine psychosoziale Fachkraft um die vor Ort bestehenden Probleme und trägt dazu bei, dass ältere Menschen trotz bestimmter Einschränkungen so lange wie möglich in ihrer eigenen Häuslichkeit leben können.

Dieses Programm soll nun auch auf das Ried übertragen werden und Groß-Rohrheim würde sich eine einzustellende Fachkraft mit Bürstadt, Biblis, Einhausen und Lorsch teilen. Die Gemeindevertretung Groß-Rohrheim wird in ihrer Sitzung am 18.02.2020 darüber beraten.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.