Interessen der Bahnanwohner schützen - BILA unterstützen

Die Bürgerinitiative in Lampertheim, kurz BILA, setzt sich seit Jahren vehement für eine an den Interessen der Menschen orientierten Neubautrasse Frankfurt-Mannheim ein.
Groß-Rohrheim sollte der BILA die volle Unterstützung zusagen und den Schulterschluss zu den anderen Riedkommunen suchen.
Der BILA geht es darum, dass auf der vorgesehenen Neubaustrecke, die in unmittelbarer Nähe zur Bundesautobahn A67 gebaut werden soll, nicht nur ICE’s sondern auch Güterzüge fahren sollen. Die Deutsche Bahn verfolgt derzeit offenbar ein genau umgekehrtes Konzept. Demnach soll die Neubaustrecke ausschließlich für die leisen ICE’s da sein und die lauten Güterzüge sollen künftig generell auf den Bestandsstrecken durch die Gemeinden und Städte im Ried rumpeln. Wenn man berücksichtigt, dass der Bahn-Güterverkehr in den kommenden Jahren um bis zu 40% zunehmen soll, dann muss man das Konzept der DB AG als menschenfeindlich bezeichnen.

Um bereits bei der Projektierung der Neubaustrecke die richtigen Schwerpunkte zu setzen, fordert die BILA die Einrichtung eines Projektbeirates und damit die Mitsprache der betroffenen Städte und Gemeinden. Diese Forderung unterstützen wir und im Interesse aller Groß-Rohrheimer die an der Riedbahn wohnen, hoffen wir darauf, dass die Gemeindevertretung dies mitträgt.

FREIE WÄHLER-Bürger für Groß-Rohrheim
Vorstand und Fraktion

Fackelwanderung der Freien Wähler – ein voller Erfolg

Dauerregen kann interessierte Rohrheimer nicht stoppen

Siebter, Steiner Kreuz oder Schenkschde, die meisten Groß-Rohrheimer haben diese Bezeichnungen schon gehört. Schließlich sind sie sogar im Rohrheimer Lied erwähnt. Gerade jüngere oder nicht im Dorf geborene Bürger  können mit diesen Begriffen jedoch nicht viel anfangen.
Genau das war der Anlass dafür, dass die Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim zu einer Fackelwanderung auf der Route des Rohrheimer Liedes einluden.

Trotz anhaltendem Nieselregen nahmen gut 30 Bürgerinnen und Bürger an der Veranstaltung am Sonntagabend teil. Zu Beginn des Rundganges, an der Glöcknersbrück, erinnerte Walter Öhlenschläger an den in der vergangenen Woche verstorbenen Lutz Herbert, einen der beiden Väter des Rohrheimer Liedes.
Über den Paulinenweg, den Josef-Peter-Audebertweg, das Eck und durch die ehemalige Erbacher Gasse, zogen die interessierten Mitwanderer durch den Burggraben, durch die Bahnhofs- und Ludwigsstraße zur Heerwegstraße. Von dort ging es durch die Kornstraße in den Rathaushof. Dabei erläuterte Öhlenschläger an mehreren Stellen die Groß-Rohrheimer Geschichte. Bei Glühwein mit und ohne Alkohol sowie Brot mit Gänseschmalz wurde die Fackelwanderung noch lange diskutiert. Zu Ehren von Lutz Herbert sangen die Teilnehmer zum Abschluß noch das Rohrheimer Lied.
Aufgrund des großen Interesses steht heute schon fest, dass der historische Rundgang auf jeden Fall eine Neuauflage erfahren wird.

"Groß-Rohrheim, du Dörfchen am Rhein"

(Text: Lutz Herbert + / Melodie: Emil Richter +)

Zwölfhundert Jahre bist du alt und liegst am selben Ort
ganz früher man dich Rara nannt, noch heut' bestehst Du fort.  
Gerade an der Heerwegstraß', wo einst die Römer zogen ein,
lagst unweit von der Jägersburg und von der Burg zu Stein.
Refrain:
Rohrheim, Rohrheim, du herrliches Dörfchen am Rhein,
Rohrheim, Rohrheim, wo kann es denn schöner nur sein?
Rohrheim, Rohrheim, so singe ich immer auf's neu,
Groß-Rohrheim, meine Heimat, nur dir, dir bleib ich treu,
Groß-Rohrheim, meine Heimat, nur dir, dir bleib ich treu.


Begrenzet von der Hammerau, dem Jägersburger Wald,
umgeben von dem Winkelbach, der Weschnitz blauem Band,
wo mittendurch der Rheinarm zieht, der Damm das Wasser immer bannt,
vom "Siebter" bis zum "Steinern Kreuz", all das ist Rohr'mer Land.
Refrain:. . .

Vom Schenkste bis zur "Wassergass", ja auch sogar "im Eck",
vom Heerweg bis zur Hintergass', und an die Glöckners-Brück',
von Allmannspfort' bis auf die Bein und bis zum Falltorhaus,
da fühlen wir uns ganz daheim, denn da sind wir zu Haus.
Refrain:. . .

Haushaltsplanberatung gerät zur Kommunalwahlveranstaltung


Bei der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurden sowohl der Nachtrag zum Haushaltsplan 2015 als auch der Haushaltsplan für das Jahr 2016 beraten. Erschwerend war auch diesmal, dass Änderungen an den Entwürfen erst in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 25. November vorlegt werden. Insofern waren Änderungsvorschläge erst direkt bei der Sitzung der Gemeindevertretung am 8.12. möglich.
Erwähnt werden muss, dass insbesondere der Nachtragshaushaltsplan von den Kosten und Aufwendungen für den Rechtsstreit Wilhelmstraße belastet wird. Hier rechnen wir mit einer deutlich sechsstelligen Summe und nach Meinung der Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim müssen diejenigen die Verantwortung dafür übernehmen, die für diesen Rechtsstreit die Hand gehoben haben. Unsere Anfrage nach der genauen Höhe der Kosten konnte übrigens nicht beantwortet werden.
Der Haushaltsplan 2016 ist geprägt von deutlich höheren Schlüsselzuweisungen (+ € 530.000) durch das Land Hessen. Auch der Gemeindeanteil an der Einkommens-steuer war rund € 100.000 höher als im verg. Jahr. Die damals beschlossene Erhöhung der Grundsteuern trägt ebenfalls zu einer Verbesserung der Einnahmen bei. Es ist jedoch festzustellen, dass die positiven finanziellen Entwicklungen nicht hausgemacht sind sondern maßgeblich von der starken Konjunktur abhängig sind. Schwächelt die Wirtschaft oder steigen die Zinsen wird sich die Situation ganz schnell verschieben.
Unsere Gemeinde muss deshalb weiter sparen und auf jeden Cent achten. Folglich stellten wir zu den vorgesehenen Ausgaben einige Änderungsanträge.
1.    Wir sehen keine Notwendigkeit für den Einbau einer Klimaanlage im Rathaus. Zumal für dieses Vorhaben (€ 25.000) weder ein Kostenvoranschlag noch eine Planung vorgelegt wurde. Zudem ist bereits eine mobile Klimaanlage vorhanden.
2.    Für die Unterbringung von weiteren Flüchtlingen favorisieren wir weiterhin das Modell der Christophorus Wohnbau des Kreises Bergstraße. Dieses kostet uns keinen Cent; es muss lediglich ein Grundstück zur Verfügung gestellt werden. Und das Gebäude kann später von der Gemeinde genutzt werden. Den Ansatz für den Kauf eines alten Hauses € 150.000 bereitzustellen konnten wir deshalb nicht mittragen.
3.    Mit den drei benachbarten Riedgemeinden soll ein „Zweckverband Abwasserbeseitigung“ gegründet werden. Ein Fachunternehmen soll die Möglichkeiten herausarbeiten, was stolze € 50.000 kosten soll. Diese Kosten sollten unserer Meinung nach anhand der Einwohnerzahl der beteiligten Gemeinden aufgeteilt werden, was für Groß-Rohrheim rund € 3.500 bedeuten würde. Insofern fand der Verwaltungsvorschlag keine Zustimmung, dass Groß-Rohrheim die gleiche Summe aufbringen soll wie Lampertheim: 12.500 Euro.
4.    Weiterhin forderten wir, dass der Ansatz für die Pflegearbeiten für Feldholzinseln von € 15.000 auf € 5.000 reduziert wird.
5.    Die von einer Mehrheit beschlossene Zivilklage im Rechtsstreit Wilhelmstraße darf nicht zu einer weiteren finanziellen Geisterfahrt für unsere Gemeinde werden. Insofern lautete unser Vorschlag, dafür entsprechend Mittel einzustellen. Anhand des geschätzten Streitwertes und drei gerichtlichen Instanzen, wurden dafür € 150.000 ermittelt.
Die erstaunten Gesichter jener Gemeindevertreter, die vor gerade einmal sechs Monaten für die Zivilklage votierten, war Beweis dafür, dass sich über das Risiko bislang scheinbar noch niemand Gedanken gemacht hatte.
Alle unsere Anträge wurden abgelehnt und statt sachlicher Auseinandersetzung mit dem Zahlenwerk und unseren Vorschlägen, war es insbesondere der Fraktionsvor-sitzende der CDU, der an diesem Abend mal wieder deutlich auf Krawall gebürstet war. Die Kommunalwahl am 6. März wirft scheinbar ihre Schatten voraus. Ein “Gemeinsam für Groß-Rohrheim“ wäre allemal besser.
Walter Öhlenschläger

Freie Wähler initiieren Volksbegehren für kostenlose KiTa-Plätze

SPD-Chef Schäfer-Gümbel signalisiert Unterstützung

“Unsere Kindertageseinrichtungen (KiTas) sind institutionelle familienergänzende Bildungsorte. Sie haben einen Bildungs-, Erziehungs-und Betreuungsauftrag. Die kostenfreie vorschulische Bildung in KiTa’s muss deshalb Bestandteil des Artikels 59 der hessischen Verfassung werden“, referierte Walter Öhlenschläger, bei einer Sitzung des erweiterten Vorstandes am 29.12. in Birkenau. Diese Forderung erheben die Freien Wähler in Hessen bereits seit dem Jahr 2013.
Lebenserfahrung und soziales Miteinander werde schon lange nicht mehr auf dem Hof oder auf der Straße gesammelt, argumentiert Walter Öhlenschläger weiter. Gemeinsam mit den Elementen Wahrnehmung, Bewegung und kommunikative Interaktion, gehören spielerische Lernformen zu den Grundlagen vorschulischer Bildungsprozesse. “Unseren Kindern müssen wir faire Entwicklungschancen ermöglichen und der Geldbeutel der Eltern darf nicht darüber entscheiden, ob eine optimale vorschulische Bildung stattfindet oder nicht“.

Um dieser Argumentation den notwendigen Nachdruck zu verleihen, wurde vom Landesverband der Freien Wählern das Volksbegehren “KiTa frei“ initiiert, welches am 14.12.2015 die Zulassung erhielt und vom Kreisverband Bergstraße volle Unterstützung erfährt. Um erfolgreich zu sein werden 87.000 Unterschriften benötigt, wofür insgesamt 12 Monate Zeit bleiben. Die Vordrucke zur Unterstützung des Volksbegehrens können sowohl von der Homepage des Kreisverbandes als auch bei den Ortsverbänden heruntergeladen werden. Zudem wurde unter www.kitafrei.de eine besondere Homepage geschaltet.
Erste prominente Unterstützer haben die Freien Wähler bereits gefunden. Am 26.12. erklärte SPD-Chef Schäfer-Gümbel, dass sich auch die SPD in Hessen für kostenfreie KiTa-Plätze einsetzt. Zwar erwähnte er mit keinem Wort, die zu diesem Zeitpunkt längst veröffentlichte und laufende Kampagne der Freien Wähler. Die sind jedoch für jede Unterstützung dankbar. Walter Öhlenschläger erklärt dazu: “Wenn die SPD unser Volksbegehren unterstützt, dann haben künftig mehr Kinder bessere Chancen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen“.