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Corona , Wahlgeschenke und der Rohrheimer Wald

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Alle sehnen wir das Ende des Lockdowns herbei. Endlich wieder ganz normal einkaufen, ein Restaurant oder Konzert besuchen oder einfach nur bummeln gehen. Während diese Zeilen aufs Papier gebracht werden steigen die Inzidenzzahlen im Kreis Bergstraße gerade wieder an und bis zur Rückkehr zum „normalen Leben“ dauert es wohl noch einige Tage. Per Sondererlaubnis gelten für Wahlkämpfer besondere Regeln. Informationsstände der Parteien und Wählergemeinschaften dürfen sein und auch Wahlpräsente dürfen verteilt werden. Dazu haben wir uns gefragt, ob das wirklich sein muss? Bedeutet nicht jedes Zusammentreffen von Menschen automatisch ein höheres Risiko? Deshalb haben wir uns entschlossen diesmal keinen Infostand aufzubauen, nicht am Bauernmarkt teilzunehmen und keine Werbegeschenke zu verteilen.

Stattdessen wollen wir etwas für den notleidenden Groß-Rohrheimer Wald tun, der wie derzeit viele andere Wälder große Schäden aufweist. In Abstimmung mit dem Forstamt Lampertheim haben wir uns für das Pflanzen von Esskastanien (Castanea sativa) entschieden, wobei es aufgrund der derzeit großen Nachfrage nicht so einfach war, die richtige Größe und Qualität der Setzlinge zu finden. Es hat aber geklappt! Uwe Lanz, unser Jägersburger Revierförster, hat uns dazu einen Platz neben der Kapellschneise zugewiesen und sobald es Wetter und Corona zulassen starten wir die Pflanzaktion.

Es verfallen keine Zuschüsse!

 

Man muss es immer wieder nochmal wiederholen: Die Mittelanmeldung für den Zuschuss des Landes Hessen muss bis zum 31.12.2021 erfolgen. Deshalb sind jetzt -entgegen aller Behauptungen- weder der Zuschuss für den Winterrasen noch für den Bewegungsparcours in Gefahr. Hätte der beauftragte Planer rechtzeitig einen verlässlichen Plan und vor allem verlässliche Zahlen vorgelegt, könnte alles längst in trockenen Tüchern sein. Von ursprünglich 210.000 Euro (für den Winterrasen) ging es über 315.000€ bis in die Region von über 450.000€. Erst nach massiver Kritik wurde die Kostenschätzung dann innerhalb weniger Tage um über 100.000€ reduziert. Auf die Frage nach der Verlässlichkeit der neuen Zahlen gab es nur ausweichende Antworten. Da keine Zeit für deren Prüfung war, das Projekt aber nicht gebremst werden sollte, wurde beschlossen, dass Bürgermeister und Gemeindevorstand die Plausibilität der Kostenschätzung prüfen und parallel dazu sämtliche Zuschussmöglichkeiten ausgelotet werden. Zuschüsse dürfen nicht dazu verleiten vorschnell für ein Projekt die Hand zu heben und mehr auszugeben als Notwendig. Es gibt genügend andere Unterstützens werte Projekte in Groß-Rohrheim.

Bebauungsplan Am Bibliser Weg III

 

Hinter verschlossenen Türen wurde bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung über die Frage beraten, welche Baugrundstücke veräußert werden sollen. Bei dieser Beratung ging es weder um Preise noch um Persönlichkeitsrechte. Da es laut kursierender Informationen rund 200 Interessenten für Baugrundstücke geben soll und wir an dieser Stelle das Informationsrecht der Bürger an erster Stelle sehen, votierten wir für eine öffentliche Beratung dieses Tagesordnungspunktes. Für unseren Vorschlag gab es keine Mehrheit.

Wir bringen Glasfaser nach Groß-Rohrheim!

 

 

Mit dieser Überschrift wirbt das Elektrizitätswerk Rheinhessen AG (EWR) für den Glasfaserausbau in Groß-Rohrheim. In den ver-gangenen Tagen war der vom EWR beauftragte Vertriebspartner in Groß-Rohrheim unterwegs und versuchte neue Kunden dafür zu gewinnen. Leider kommen dazu derzeit jedoch nur rund 70 Haushalte in Frage. Wir haben darüber berichtet. Weder vom EWR noch vom Vertriebsunternehmen gibt es eine Information, wann das restliche Groß-Rohrheim in den Genuss von Glasfaser kommen soll. Mancher Internetanschluss in Groß-Rohrheim ist derzeit okay. Aber wird das auch in 1-2 Jahren noch so sein, wenn immer mehr Leistungen nur noch übers Internet angeboten werden? Wenn die Zahl der Heimarbeitsplätze deutlich zunimmt, wenn Home-Schooling Teil des regulären Unterrichtes wird und wenn das Online-Zugangsgesetz Ende 2022 umgesetzt ist? Wir sind der Meinung, dass Abwarten keine Lösung sein kann und bitten Gemeindevorstand und Bürgermeister umgehend tätig zu werden.

Am Beispiel der Kleinstadt Grebenau im Vogelsbergkreis zeigen wir auf wie das funktionieren kann. Grebenau hat rund 2.650 Einwohner und besteht aus sieben Ortsteilen. Das Internet ist dort Leistungsschwächer als der Durchschnitt der Anschlüsse bei uns. Bürgermeister Lars Wicke, Gemeindevorstand und Gemeindevertretung haben erkannt, dass stabiles, leistungsfähiges Internet immer wichtiger wird und es künftig nicht mehr ohne geht. Im April 2020 fanden erste Gespräche mit einem auf die Herstellung eines Glasfasernetzes spezialisierten Unternehmen statt. Ziel war es, so vielen Haushalten wie möglich den kostenlosen Anschluss an das neue Glasfasernetz zu ermöglichen. Im Mai stimmte die Gemeindevertretung dem Vorschlag zu und in den drei folgenden Monaten wurden alle Haushalte dazu befragt. Eine 30Prozentige Zustimmung hätte ausgereicht um das Bauvorhaben zu starten Letztlich haben aber 62% der Haushalte einem Glasfaseranschluss zugestimmt und entsprechende Vorverträge unterschrieben. Am 28. Januar, also vor 10 Tagen wurde mit den Bauarbeiten begonnen, die übrigens auch für die Gemeinde Grebenau selbst kostenfrei ausgeführt werden. Weshalb machen wir das in Groß-Rohrheim nicht genau so?

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