Sanierung der Kornstraße ist überfällig

 

Seit Monaten kann man Berichte über die Sanierung der Kornstraße lesen. Allerdings sind viele Rohrheimer Straßen und Bürgersteige in einem ähnlich schlechten Zustand. Wer heute Ja sagt zur Sanierung der Kornstraße, der muss sich morgen auch mit den anderen Straßen beschäftigen. Bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses war der Geschäftsführer der Kommunalwirtschaft Bergstraße (KMB), Herr Frank Daum anwesend und stellte zunächst einige Dinge richtig. Bei der Sanierung der Kornstraße können wir demnach nicht von einer Förderquote der Gesamtmaßnahme in Höhe von 70% ausgehen, was bei einem kalkulierten Gesamtvolumen von rund 950.000 Euro immerhin 665,000 Euro gewesen wären. Stattdessen belaufen sich die Zuschüsse nur auf rund 240.000 Euro, was den Gemeindesäckel deutlich höher belastet als vorgesehen. Insofern muss genau überlegt werden, was in der Kornstraße geändert werden soll und mit welchen Kosten das zu Buche schlägt. Rot eingefärbtes Pflaster wird von den Landesbehörden z.B. als Luxus angesehen, wodurch klar ist wer das zu bezahlen hat. Ähnlich verhält es sich mit Querungen. Die Ausweisung eines Radweges in der Kornstraße ist aufgrund der geringen Breite nicht möglich. Möglich wären nur so genannte Angebotsstreifen, wobei allerdings sicherzustellen ist, dass diese nicht von parkenden Fahrzeugen blockiert werden.

Die Fahrbahnbreite in der Kornstraße soll bei der vorgesehenen Maßnahme auf 6 m festgelegt werden. Einen Teil der Fahrbahn müsste man deshalb verschmälern. Inwieweit das für einen Begegnungsverkehr von zwei LKW’s oder LKW und Landwirtschaft taugt muss noch geklärt werden. Bürgersteige werden aufgrund behördlicher Vorgaben nur dann bezuschusst wenn eine Mindestbreite von jeweils 150 cm gegeben ist. Nicht überall in der Kornstraße ist das möglich. Aus diesem Grund könnte man auf Bordsteine verzichten und stattdessen überfahrbare Rinnen anlegen, die den Bürgersteig für eine sogenannte Mischnutzung freigeben. Mischnutzung bedeutet, dass Fahrzeuge die Bürgersteige bei Bedarf befahren können. Was das für die Fußgänger bedeutet kann man sich leicht vorstellen. Auf jeden Fall gilt es noch viele Dinge zu prüfen bevor in dieser Sache der nächste Schritt gemacht werden kann. Bis zum 31.03.2021 muss ein Zuschussantrag für 2022 gestellt sein.

Auf den Spuren des Rohrheimer Liedes

Vielen Dank für das erneut große Interesse an unserem Ortsrundgang unter dem Motto "Stationen des Rohrheimer Liedes". Rund 25 Rohrheimer, zum großen Teil mit Laternen ausgestattet, waren am Sonntag dabei und lauschten den Informationen. Ganz neu war sicher der Hinweis, dass sich in Groß-Rohrheim der Vorläufer von “rent-a-car“ großer Beliebtheit erfreute. Damals hieß das Modell allerdings noch “rent-a-Gaul“. Beim Weg durch den Burggraben kamen die Laternen besonders gut zur Geltung und trugen mindestens genauso zur guten Stimmung bei wie der Rohremer Wildapfel. Eine einzige Frage blieb offen bzw. es gab unterschiedliche Meinungen dazu. Deshalb hier die Frage an alles Leser des Groß-Rohrheimer Blattes: Welche Straße wurde früher als Babbgass bezeichnet? Antworten bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Einladung zur Radtour am 30.08.2020

 

Für Sonntag, 30.08.2020 laden wir zur Radtour durch die Gemarkungen von Groß-Rohrheim, Wattenheim und Nordheim ein. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Treffpunkt: 11:00 Uhr an der Bürgerhalle!

 

Wichtige Ergänzung der Radwege fanden endlich eine Mehrheit

Radweg nach Einhausen

Seit Jahren engagieren wir uns für wichtige Ergänzungen des Groß-Rohrheimer Radwegenetzes. Bei der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung fand sich erstmals eine Mehrheit für unsere Anträge:

 Von Jägersburg bis zum Ortseingang Einhausen parallel zur Landstraße L3111 einen Radweg zu bauen, der den Zielen des Radwegkonzeptes des Kreises Bergstraße entspricht. 2. In Verlängerung der  ehemaligen Landstraße L 3261 ab dem ehemaligen Bibliser Wasserwerk bis zur Abzweigung des auf der alten Steiner Straße verlaufenden Radweges in Richtung Jägersburg einen befestigten Radweg vorgesehen. Beiden Punkten wurden zugestimmt und wir hoffen, dass die entsprechenden Informationen kurzfristig an die Kreisverwaltung gehen und dort auch berücksichtigt werden. Gerade für die erste Maßnahmen dürften keinerlei Kosten entstehen, denn HessenMobil baut demnächst im weiteren Verlauf der L3111 zwischen Viernheim und Hüttenfeld ebenfalls einen straßenbegleitenden Radweg. Dort werden sämtliche Kosten vom Land Hessen übernommen!

Einen weiteren Antrag zu Verbesserungen und Erweiterungen an den Radwegen in Groß-Rohrheim verwiesen wir zur weiteren Beratung an den Fachausschuss. Bei Rückfragen bei den anderen Fraktionen war aufgefallen, dass dort längst nicht alle Informationen vorliegen um zielgerichtet über die einzelnen Punkte zu beraten.

Groß-Rohrheimer wollen an den Baggersee

 

Bei Bürgergespräch kamen am vergangenen Samstag rund 60 Bürger zusammen. Mehr als deutlich kam zum Ausdruck, dass die jetzige Situation keine Lösung ist. Wäre in der Vergangenheit genauso rigoros durchgegriffen worden wie jetzt, wäre die Vollsperrung gar nicht erst notwendig geworden. In allen Wortbeiträgen wurde die jetzige Situation extrem bedauert. Von Wohnwertverlust und einem Armutszeugnis für die Naherholung in Groß-Rohrheim war die Rede. Sehr kritisch wurde außerdem angemerkt, dass das Ordnungsamt offenbar viel zu schwach besetzt sei und man insbesondere an Wochenende kaum Kontrollen, weder am Baggersee noch in der Hammerau festgestellt habe.

Fakt ist, dass die anwesenden Groß-Rohrheimer nicht auf die Naherholung am See verzichten möchten. Es wurde von Konzepten an anderen Baggerseen berichtet, bei denen Kiesbaggerei, Angeln, Naherholung und Baden nebeneinander funktionieren. Zudem werden an solchen Baggerseen Parkplätze und sogar Toiletten angeboten. Beides natürlich gegen Gebühr. Vorgeschlagen und schließlich vereinbart wurde die Gründung einer Interessengemeinschaft, die sich die Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes für den Baggersee zur Aufgabe macht. Woanders funktionieren solche Konzepte. Weshalb nicht auch in Groß-Rohrheim?

 

 

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