Groß-Rohrheimer wollen an den Baggersee

 

Bei Bürgergespräch kamen am vergangenen Samstag rund 60 Bürger zusammen. Mehr als deutlich kam zum Ausdruck, dass die jetzige Situation keine Lösung ist. Wäre in der Vergangenheit genauso rigoros durchgegriffen worden wie jetzt, wäre die Vollsperrung gar nicht erst notwendig geworden. In allen Wortbeiträgen wurde die jetzige Situation extrem bedauert. Von Wohnwertverlust und einem Armutszeugnis für die Naherholung in Groß-Rohrheim war die Rede. Sehr kritisch wurde außerdem angemerkt, dass das Ordnungsamt offenbar viel zu schwach besetzt sei und man insbesondere an Wochenende kaum Kontrollen, weder am Baggersee noch in der Hammerau festgestellt habe.

Fakt ist, dass die anwesenden Groß-Rohrheimer nicht auf die Naherholung am See verzichten möchten. Es wurde von Konzepten an anderen Baggerseen berichtet, bei denen Kiesbaggerei, Angeln, Naherholung und Baden nebeneinander funktionieren. Zudem werden an solchen Baggerseen Parkplätze und sogar Toiletten angeboten. Beides natürlich gegen Gebühr. Vorgeschlagen und schließlich vereinbart wurde die Gründung einer Interessengemeinschaft, die sich die Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes für den Baggersee zur Aufgabe macht. Woanders funktionieren solche Konzepte. Weshalb nicht auch in Groß-Rohrheim?

 

 

Einladung zum Bürgergespräch am 22.08.2020 um 16:30 Uhr vor dem Treff 21

 

Badeverbot und Platzverweis am Baggersee in der Speyerstraße - der Weisheit letzter Schluss?

Vor gut 30 Jahren wurde von der Gemeinde Groß-Rohrheim am Baggersee in der verlängerten Speyerstraße eine Liegewiese bzw. ein Parkplatz angelegt. Nicht nur die Groß-Rohrheimer die Jahrzehnte unter dem Kies-Schwerverkehr in der Ortsdurchfahrt leiden mussten, begrüßten diese Maßnahme zur Naherholung. Sehr viele Bürgerinnen und Bürger -wen wundert es- nutzen die Liegewiese und kühlten sich im Baggersee ab. Seit gut 15 Jahren beobachtet man in Groß-Rohrheim den Jahr für Jahr zunehmenden Badeverkehr aus DA, DI, OF, F, MA, AZ etc., und die immer chaotischeren Zustände rund um die Kiesgrube. Mit den aufkommenden Problemen haben sich die Gemeindevertreter schon X Mal befasst und Vorschläge zur Eindämmung des Verkehrs beraten und verabschiedet. Doch wurden in der Vergangenheit wirklich alle möglichen Maßnahmen ergriffen um der Situation Herr zu werden? Musste nun erst ein Mensch das Leben verlieren, damit entschlossener durchgegriffen wird? Viel wichtiger und in die Zukunft gerichtet stellt sich jedoch die Frage, ob die nunmehr verhängte Vollsperrung des Baggersees und die Androhung von Platzverweisen der Weisheit letzter Schluss ist? Bei den Vertragsverhandlungen bezüglich der Erweiterung des Baggersees forderten die Bürger für Groß-Rohrheim die Erstellung eines Konzept für die Nutzung des Baggersees bzw. der angrenzenden Flächen. Leider ohne Erfolg. Dabei gibt es keine Alternative. Naturschutz, Angler, Naherholung und Renaturierung müssen unter einen Hut gebracht und geregelt werden. Auch Wochenendgrundstücke sind eine überlegenswerte Maßnahme. Wir sind der Meinung, dass ein Nutzungskonzept auch keine 15 Jahre warten kann, bis der Kiesabbau möglicherweise beendet sein wird.

Dazu würden wir gerne mit den Bürgern ins Gespräch kommen und laden zu einem Bürgergespräch für Samstag, den 22.08.2020 um 16:30 Uhr ein. Wir laden dazu den Bürgermeister ein und würden es sehr begrüßen wenn auch er an diesem Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern teilnehmen würde. Veranstaltungsort ist der Vorplatz des Treff 21 in der Rheinstraße 21. Für die Veranstaltung wurde ein Hygienekonzept erstellt. Bringen Sie sicherheitshalber trotzdem bitte die Schutzmasken mit!

 

 

Kontrollieren statt Resignieren

Keine Duldung von Umweltverschmutzern und Raudies

 

 

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Die aktuelle Situation am Omlor-Badesee in Groß-Rohrheim kommt einer Bankrotterklärung der Ordnungsbehörden gleich. Noch im vergangenen Jahr wurden in der verlängerten Speyerstraße zusätzliche Verkehrsschilder aufgestellt und im Juni 2019 war zu lesen, dass man deshalb mit der Polizei und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund zusammenarbeitet. Fakt ist jedoch, dass die damaligen Problemen fortbestehen und sich nichts verbessert hat. Die Straßensperrung unter der Woche bringt genauso wenig wie eine Sperrung am Wochenende - wenn dazu keine Kontrollen stattfinden. Nach übereinstimmenden Informationen vieler Groß-Rohrheimer war das mittlerweile sehr häufig der Fall. Groß-Rohrheimer Bürgerinnen und Bürger die sonst mit dem Fahrrad zum Baggersee fahren, bleiben mittlerweile Zuhause oder suchen sich woanders Abkühlung. Pöbelnde, rücksichtslose Badegäste, die gemäß ihrer Autokennzeichen aus einem Umkreis von 50 Kilometer und mehr nach Groß-Rohrheim kommen, verleiden den Groß-Roheimern ihren Badesee vor der Haustür. Dabei würden kompromisslose Kontrollen und konzentrierte, wiederholte Aktionen von Polizei und Ordnungsamt ganz sicher für eine Verbesserung der Situation sorgen. Fraglich ist allerdings wie es beim Ordnungsamt überhaupt weitergeht. Mittlerweile ist es Ortsgespräch, dass der Groß-Rohrheimer Ordnungshüter schon vor einer Weile seine Kündigung abgegeben haben soll. Bis dato war keine Neuausschreibung der Stelle zu sehen.

Bei der Situation am Badesee kommt erschwerend kommt hinzu, dass der eigens für das Abstellen von Kraftfahrzeugen geschaffene Parkplatz gegenüber der Grillhütte seit über 12 Monaten größtenteils mit Erdaushub und Schlamm aus dem Augraben blockiert ist. Deshalb fehlt es an Abstellfläche für mehr Fahrzeuge, die dann verbotenerweise lieber gleich direkt bis zum Badesee fahren oder ihren fahrbaren Untersatz im Parkverbot abstellen. Klar ist aber, je weiter der Fußweg bis zum Badesee, desto weniger schleppen die Badegäste mit sich und desto weniger Müll muss anschließend auf Gemeindekosten eingesammelt und entsorgt werden. Vor 12 Monaten war in der Presse zu lesen, dass künftige Falschparker aus der verlängerten Speyerstraße abgeschleppt werden. Davon ist heute keine Rede mehr

 

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Mit der Sperrung der Zufahrt zum Rhein, die seit dem vergangenen Wochenende ab dem Ende der Jahnstraße gilt verhält es sich ganz ähnlich. Viele Autofahrer, die seither Verständnis für die Sperrung ab dem Rheinwinterdeich hatten und dort ihre Fahrzeuge parkten, fahren nun durch bis zum Rheinparkplatz. Dort sieht man mittlerweile sogar Kleintransporter mit Anhänger stehen. Anschließend liegen dann die entsprechenden Hinterlassenschaften wie defekte Grills, Luftmatratzen, Verpackungsmüll, Flaschen und Essensreste am Wegesrand oder im Gebüsch. Ob sich zur nächsten Müllsammelaktion am Rhein wieder so viele Bürger einfinden darf bezweifelt werden. Es ist nicht in Ordnung, dass die Behörden vor Raudies, Umweltverschmutzern und Naturfrevlern einknicken und deshalb allen Bürgerinnen und Bürgern die Naherholung vergällt wird. Ordnungsämter, Polizei und Aufsichtsbehörden werden durch Steuern und Abgaben finanziert. Wenn bei den Behörden allerdings die Resignation siegt und die erforderlichen engmaschigen Kontrollen ausbleiben, darf man gespannt sein welche Einschränkungen des öffentlichen Lebens als nächstes verhängt werden. Seit bald 15 Jahren gab es von Seiten der Bürger für Groß-Rohrheim (BfGR) schon viele Vorschläge wie man die Probleme angehen sollte. Auch in Groß-Rohrheim ist es höchste Zeit für einen Runden Tisch zu diesem Thema. Bürger, Vereine, Politik, Verwaltung und Polizei sollten sich schnellstens zusammensetzen.

Was ist für den Bauernmarkt geplant? Wie wird sich die Lindenallee verändern?

 

Über die Unterstellmöglichkeiten für den Bauernmarkt sowie über die künftige Toilettenanlage, die unter und zwischen den Linden in der Allee am Bahnhof errichtet werden sollen wurde schon viel geschrieben. Am kommenden Dienstag, 11.08.2020 besteht die Möglichkeit, sich vor Ort über die Planentwürfe sowie über die künftige Infrastruktur zu informieren. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen sich vor Ort zu informieren, was und vor allem wie gebaut werden soll. Die Veranstaltung findet unter der Über- schrift einer mobilen Fraktionssitzung statt. Was sich vielleicht so hochpolitisch anhört ist nichts anderes als eine öffentliche Info-Veranstaltung ohne strenge, festgezurrte Tagesordnung. Insofern besteht auch die Möglichkeit zu Diskussionen über weitere Themen. Bitte also Termin vormerken: Dienstag, 11.08.2020 – 19:30 Uhr in der Lindenallee am Bahnhof.

Für die Veranstaltung ist ein Hygienekonzept erstellt.

So sieht es aus mit der Sportstättenplanung:

Die ersten reinen Sportanlagen in Groß-Rohrheim waren sicher der Fußballplatz (heute Tennenplatz) und die alte Turnhalle. Anfang der 1970er Jahre kam es dann zu verschiedenen Erweiterungen. Bürgerhalle, Tennisplätze, Bürgerhallenanbau, Kleinsportfeld, Leichtathletikanlage, Rasenplatz mit Laufbahnen und die Skateranlage waren Stationen der Sportstättenentwicklung. Anfang/Mitte 2018 äußerten verschiedene Vereine Ideen für eine Erweiterung der Sportanlagen. Damit eine vernünftige Zukunftsplanung der Sportanlagen überhaupt möglich ist beantragten wir die Erstellung eines Sportstättenentwicklungsplanes. Vorstufe dazu war eine Bestandsplanung, die es bis dato überhaupt nicht existierte. Auf Anregung der Ausschussvorsitzenden Svenia Banasiuk wurden die Vereine bezüglich ihrer Ideen und Anregungen hinsichtlich künftiger Sportanlagen angeschrieben. Die Rückmeldungen wurden in einen ersten Entwurf einer Entwicklungsplanung eingearbeitet. Am 30.10.2019 erfolgte im Fachausschuss die erste Präsentation dazu. Planer und Mitglieder des Sport- Kultur und Jugendausschusses waren sich dabei einig, dass die Details des Entwurfes mit den beteiligten Vereinen besprochen werden müssen. In der darauf folgenden regulären Sitzung des Fachausschusses am 05.02.2020 war dies nicht möglich, weil einige Gemeindevertreter die Planunterlagen nicht erhalten hatten. Wir, die Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim waren zwar vorbereitet. Beratungen machen aber nur Sinn wenn alle Beteiligten voll umfänglich informiert sind und über alle Unterlagen verfügen. Dann kam Corona und hat alle weiteren Bemühungen in dieser Sache ausgebremst.

Wer in Kenntnis der vorstehend genannten Tatsachen von einer Blockade der Sportstättenentwicklung spricht oder, wie ebenfalls geschehen, der Gemeindeverwaltung vorwirft falsche Protokolle zu erstellen, der hat mindestens an einer Stelle nicht aufgepasst oder war eingenickt. Die im Raum stehenden Zuschüsse vom Land Hessen sind nicht gefährdet. Die Anträge dazu müssen erst 2021 gestellt werden. In erster Linie muss es jetzt um eine vernünftige und zukunftsfähige Planung aller Sportstätten gehen. Vordringliche Herausforderung dürfte dabei eine Entlastung der Hallenzeiten sein. Wer jetzt schnell Geld ausgeben und z.B. ein Multifunktionsfeld bauen will, der läuft Gefahr an der falschen Stelle zu bauen und andere Vorhaben zu behindern bzw. unmöglich zu machen. Deshalb ist jetzt Gehirnschmalz gefragt. In der nächsten Sitzung des Fachausschusses muss dieses Thema beraten werden. Vereine, Verwaltung und Politik müssen am Tisch sitzen. Und wenn es an diesem Tag kein Ergebnis gibt, dann sollte eine oder zwei Wochen später die nächste Sitzung dazu stattfinden.

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