Keine Mehrheit für Erweiterung des Kiesabbaus in Groß-Rohrheim

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung sollte ein Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Kiesabbaus getroffen werden. Dazu erhielten die Gemeindevertreter wenige Tage vor der Sitzung und ohne darüber in Ausschüssen oder Fraktionen beraten zu können eine Verwaltungsvorlage. Der Informationsgehalt dieser Vorlage beschränkte sich auf die Information des Kiesgrubenbetreibers, dass er die seit Jahren in der Diskussion befindliche Verlegung der Zugfahrt nur dann bauen will, wenn die Gemeindevertretung einer Erweiterung des Kiesabbaus grundsätzlich zustimmt. Zusätzliche fachliche oder sachliche Information waren nicht enthalten. Diese gab es dann auch in der Sitzung der Gemeindevertretung nicht. Bei dem besagten Gebiet handelt es sich um ein Vogelschutzgebiet mit Brachflächen wie sie heute immer weniger vorkommen, für die Erhaltung der Artenvielfalt jedoch besonders wichtig sind. Zudem müssen vor einer grundsätzlichen Entscheidung auch Vertragsbedingungen geklärt und es muss mit den betroffenen Landwirten, mit den Jagdpächtern und natürlich mit den Naturschutz gesprochen werden. Die Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim beantragten deshalb die Verweisung der Angelegenheit „Grundsatzbeschluss zur Erweiterung der Kiesabbaufläche“ zur Klärung der offenen Fragen in die Fachausschüsse. Diesem Antrag wurde mit Mehrheit stattgegeben. Davon unbenommen kann der Betreiber der Kiesgrube mit dem Bau der neuen Zufahrt beginnen. Seit Monaten liegen dazu die Genehmigungen vor und es wurde zugesagt, dass die neue Zufahrt im Herbst 2017 fertig sei.

 

 

Auszug aus dem Flächennutzungsplan der Gemeinde Groß-Rohrheim

 

 

 

 

Pakt für den Nachmittag

Auf der  Internetseite des Kreises Bergstraße ist zu lesen: „Mit dem Pakt für den Nachmittag steht den Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen ein verlässliches und bedarfsorientiertes Bildungs- und Betreuungsangebot zur Verfügung, das sowohl einen Betrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie als auch für mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe leistet.“
Doch die GEW sieht das ganz anders:
„Das Betreuungsmodell an Grundschulen hält nicht, was es verspricht“ ist in ECHO ONLINE vom 23.03.2017 zu lesen.
Weiterhin erfahren wir: „Was zunächst wie ein gutes Konzept aussehe, sei ein Mittel der Kostenreduktion zulasten der Lehrer und der Beschäftigten der Trägerorganisation. Der Kreis Bergstraße sei bestrebt, mit möglichst vielen Schulen den Pakt für den Nachmittag zu schließen. Dabei werde regelmäßig berichtet, dass der Kreis nur dann bauliche Veränderungen gewährt, wenn sich die Schule entschließt, dem Pakt beizutreten. Dies sei eine Art von Erpressung.“
Auch in Groß-Rohrheim besteht ein dringender Bedarf an baulichen Veränderungen!
Wir benötigen eine grundlegende Sanierung des in die Jahre gekommenen Schulgebäudes. Zudem werden zusätzliche Räume für die Nachmittagsbetreuung, eine Schulmensa und eine Schülerbibliothek benötigt.
An der Schule besteht das Betreuungsangebot Familienfreundlicher Kreis Bergstraße mit zwei Gruppen. Dabei soll es auch bleiben. Aber es fehlen bedarfsgerechte Räumlichkeiten und eine Schulmensa.


Jetzt stellt sich die Frage: Wird der Kreis nur dann alle  notwendigen bauliche Veränderungen bewilligen, wenn sich die Schule entschließt, dem Pakt beizutreten?

 

FREIE WÄHLER-Bürger für Groß-Rohrheim

Der Winterspeck muß weg!

Nordic Walking

  • ist ein ideales und schonendes  Ganzkörpertraining
  • baut Stress ab und hat positive Auswirkung auf das Wohlbefinden
  • regt die Fettverbrennung an reduziert das Gewicht und verbessert die Kondition
  • verbessert die Durchblutung der Muskeln und fördert die Beweglichkeit

 

Wir bieten einen unverbindlichen Lauftreff, bei dem Wanderer, Nordic-Walker und die, die es werden wollen, herzlich willkommen sind.

Wir treffen uns regelmäßig am Damm in der verlängerten Jahnstraße und laufen durch die Rheinauen, dem schönsten Outdoor-Fitnessparcour weit und breit.

Wir halten uns fit - laufen Sie mit!

Wann:       ab sofort wieder montags um 18 Uhr

Wo:           am Damm in der verlängerten Jahnstraße

Mit wem:  Waltraud Korffmann und Gerhard Henzel

5. Rad am Wagen des ZAKB?


Wer den Wertstoffhoff, auch Grünschnittsammelstelle genannt, öfter besucht, hat seit langer Zeit den Eindruck, dass Groß-Rohrheim das 5. Rad am Wagen des Zweckabfallverbandes Kreis Bergstraße (ZAKB) ist. Nicht nur, dass die Öffnungszeiten im Vergleich zu anderen Kommunen stark eingeschränkt. Und nicht nur, dass es an einer vernünftigen Befestigung der Fahrwege mangelt und jeder Besuch nach Regenwetter zu einer Matsch- und Schlammrallye wird.

Laut Aussage des ZAKB-Bediensteten vom vergangenen Samstag, kann auf dem Wertstoffhof in Groß-Rohrheim auch kein kostenloser Kompost abgeholt werden. Nach Groß-Rohrheim würde kein Kompost mehr geliefert. Während also in Lorsch in Bürstadt oder in Lampertheim die Bürger vor Ort kostenlosen Kompost zur Bodenverbesserung abholen können, werden die Bürger in Groß-Rohrheim benachteiligt und sollen durch die Gegend fahren (wenn sie entsprechend mobil sind)? Wir haben dazu mal den ZAKB um Stellungnahme gebeten und werden diese selbstverständlich kurzfristig veröffentlichen

Wer bestellt muss auch bezahlen

Bundesregierung und Deutsche Bahn lassen sich abwechselnd für die Modernisierung der Schieneninfrastruktur und für die Modernisierung der Bahnhöfe loben. Bundesverkehrsminister Dobrindt feiert sich für sein Sofortprogramm „Barrierefreiheit für Bahnstationen im ländlichen Raum“. Doch wenn man genau hinsieht, dann sollen scheinbar genau die Kommunen im ländlichen Raum für die vollmundigen Versprechen von Bundesregierung und Deutscher Bahn bezahlen.

Anders sind die aktuellen Meldungen des Eisenbahnbundesamtes nicht zu verstehen. Denn von den drei Aufzügen die in Groß-Rohrheim notwendig sind, um die versprochene Barrierefreiheit zu erreichen, wollen die Bundesbehörden plötzlich nur noch einen bezahlen. Dabei sind z.B. nur die an den Bahnsteigen erforderlichen Umbaumaßnahmen (Anhebung der Bahnsteige) dafür verantwortlich, dass die derzeit vorhandene Barrierefreiheit vom Bahnhofsvorplatz zum Bahnsteig 1 wegfällt. Verursacher dieser Maßnahmen ist also zweifelsfrei nicht die Gemeinde Groß-Rohrheim. Und weshalb soll unsere Gemeinde für Kosten aufkommen die sie nicht zu verantworten hat? Auch hier gilt unserer Meinung nach das Konnexitätsprinzip: wer bestellt muss auch bezahlen.

Durch die Besonderheiten einer recht tief liegenden Gemarkung, konnte sich Groß-Rohrheim nur in westlicher Richtung entscheidend ausdehnen. Durch die Ausweisung der Baugebiete westlich der Bahnlinie entstand deshalb eine zweigeteilte Gemeinde. Seit Jahrzehnten leben wir mit den dadurch vorhandenen Problemen und Nachteilen. Insofern ist es nur recht und billig, dass es auch von der Bibliser Straße her einen barrierefreien Zugang zum Bahnhof geben muss. Es bleibt also zu hoffen, dass die beiden Bundestagsabgeordneten in dieser Sache etwas für unsere Gemeinde erreichen und die Behörden zum Umdenken bewegen.