Mehr Kiesabbau in Groß-Rohrheim?

Am 23. Februar 2017 erschien ein Bericht im Starkenburger Echo, wonach in der vorangegangenen Sitzung der Gemeindevertretung mitgeteilt wurde, dass die Verlegung der Zufahrt für die Kiesverladung der Fa. Omlor kurz bevorstünde. Alle Schwierigkeiten seien beseitigt. Bis zum Herbst 2017 sollte der Verkehr aus der Speyerstraße raus sein. Von einer Erweiterung der Kiesabbauflächen keine Rede.

Am 12. März 2017 unternahm die SPD Groß-Rohrheim eine Wanderung zur Kiesverladestation. In der Presse war zu lesen, dass der Geschäftsführer der Fa. Omlor dabei die Probleme bis zur Genehmigung der neuen Werkszufahrt erläuterte. Von einer Erweiterung der Kiesabbauflächen keine Rede.

Am 20.05.2017 erhielten die Gemeindevertreter eine Beschlussvorlage „zum weiteren Kiesabbau in Flur 4 + 5“ unserer Gemarkung. Schriftliche Details zur Größe oder zum Projekt selbst wurden nicht vorgelegt. In der Vorlage fehlt auch ein Hinweis darauf, dass die Fa. Omlor die neue Werkszufahrt nur dann bauen will, wenn einer Erweiterung der Kiesabbauflächen zugestimmt wird.

In der Sitzung der Fachausschüsse am 02. Juni 2017 wurden dann endlich Zahlen und Daten geliefert:

Hier einige Details und Anmerkungen dazu?

•    Die Erweiterungsfläche beläuft sich auf rund 345.000 Quadratmeter = 34,5 Hektar = rund 70 Fußballfelder
•    Der Badestrand sowie die Halbinsel der Angler werden wegfallen
•    Weder mit den Landwirten noch mit den Jagdpächtern wurde gesprochen
•    Die Planer der Fa. Omlor sind diesbezüglich schon seit längerer Zeit im Kontakt mit dem Regierungspräsidium
•    Die Erweiterung der Kiesabbaufläche wird erheblichen Auswirkungen auf die Natur (z.B. Verdunstung) und das Grundwasser nach sich ziehen
•    Die Ausbeutung wird weitere 25-30 Jahre andauern
•    Landwirtschaftlich genutzte Flächen aber auch Brachflächen gehen verloren, wie sie leider immer weniger vorhanden sind
•    Das wirtschaftliche Volumen beträgt nach vorsichtiger Schätzung ca. 120 Mio. Euro!
•    Nach Fertigstellung der neuen Zufahrt sollen bis zu 100 LKW pro Tag abtransportiert werden. Das entspricht ca. 400.000 to Kies pro Jahr mit einem wirtschaftliche Volumen von ca. 6 Mio. EUR pro Jahr.

Dazu stellen wir uns folgende Fragen?

•    Können Gewerbesteuer oder eventuell einzuführende Fördergebühren, deren Umfang den Gemeindevertretern derzeit nicht bekannt ist, die Folgen der immensen Kiesausbeute und des Landverlustes ausgleichen?
•    Welche Auswirkungen wird dieses Vorhaben auf das unmittelbar angrenzende Vogelschutzgebiet und auf die dort vorhandenen Brachflächen haben?
•    Wie will man das sicher noch größer werdende Badechaos während der Sommermonate beherrschen?
•    Wann finden die überfälligen Re-Naturierungs-bzw. Re-Kultivierungsmaßnahmen statt-?
•    Welchen Nutzen haben die Bürger von Groß-Rohrheim von einem solchen Vorhaben?

Was halten Sie davon? 

Schreiben Sie uns per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
oder sagen Sie uns auf www.facebook.com/FW.BFGR Ihre Meinung
Wir halten Sie unter  www.bfgr-gross-rohrheim.de auf dem Laufenden.