Streitlust oder Vergesslichkeit?

 

"Das Jahr 2018 wurde mit Streitereien und Halbwahrheiten rund um die Besetzung der Position des Gerätewartes bei der Feuerwehr verabschiedet und genauso beginnt unser Bürgermeister das Jahr 2019", kommentiert Walter Öhlenschläger, Vorsitzender der Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim die Aussagen des Bürgermeisters beim Neujahrsempfang der Gemeinde. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb er bezüglich der Streichung des Haushaltsansatzes für die Partnerschaft mit Mouzon von einer vorschnellen Entscheidung der Gemeindevertretung spricht und die Verantwortung dafür dort ablädt. Offensichtlich hat er über den Jahreswechsel vergessen, dass er es selbst war, der die Streichung beantragte! Bei der Beratung dieser Angelegenheit im Ausschuss für Sport, Kultur- und Jugendfragen rechtfertigte er seine Idee, die vorher den Gemeindevorstand passierte, mit der Argumentation, dass ein Interesse an der Partnerschaft eh so gut wie nicht mehr vorhanden sei. Über die Hintergründe, die zu den Unwahren Aussagen des Bürgermeisters geführt haben kann man trefflich spekulieren. Vergesslichkeit, Streitlust oder einfach der Wunsch von eigenen Fehlentscheidungen abzulenken?

Weit übers Ziel hinaus schießt der Bürgermeister mit seinen dokumentierten Äußerungen, er könne die am Ortseingang befindlichen Schilder die auf die bestehende Partnerschaft mit Mouzon hinweisen einfach abmontieren und die bestehende Partnerschaft für beendet erklären. Dazu gab es in den Gemeindegremien weder eine Diskussion noch einen Beschluss!

"Wenn der Bürgermeister sparen möchte und dazu die Sitzungsgelder der Gemeindevertreter (15 Euro pro Sitzung) anspricht, dann ist das an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten", meint Edmund Korffmann, stellvertretender Vorsitzender der Freien Wähler. In erster Linie muss er sich dazu fragen lassen, weshalb er vor kaum einem Jahr den Antrag gestellt hatte, die Sitzungsgelder der Gemeindevertreter zu erhöhen? Allerdings hatte die Gemeindevertretung diese Verwaltungsvorlage abgelehnt.

Vor kaum drei Jahren musste die Gemeinde für einen vollkommen überflüssigen Rechtsstreit deutlich über 300.000 Euro aufwenden. Nicht einmal Ansatzweise wurde versucht den oder die Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen. Mit diesem Geld hätte man die Partnerschaft 100 Jahre lang bezahlen können. Weitere 20.000 Euro wurden bei der Vermietung einer Immobilie in den Sand gesetzt und es hätten sehr gute Aussichten bestanden, dass sich die Gemeinde zumindest einen Teil dieses Geldes von der Hausverwaltung zurückholen kann. Doch von einem ernsten Gespräch mit dem zuständigen Verwalter wollte der Bürgermeister nichts wissen. Bleibt festzuhalten dass man auch Steuergelder nur einmal ausgeben kann. Diese Binsenweisheit sei auch nur für den Fall erwähnt, dass sie in Vergessenheit geraten sein sollte.

Wer das Engagement und das Ansehen der Gemeindevertreter derart mit Füßen tritt wie der Bürgermeister, der muss sich nicht wundern, wenn immer weniger Gemeindevertreter an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen. Auch beim Neujahrsempfang im vergangenen Jahr ließ sich der Bürgermeister zu Angriffen gegen Gemeindevertreter hinreißen. „Wie passt es da ins Bild, dass er sich wenige Tage nach seiner Schelte beim Neujahrsempfang 2019 hinstellt und sich angeblich für die Weiterbildung ehrenamtlicher Bürger engagieren will“. Wer’s glaubt wird selig!“, so Gerhard Henzel, stellvertrender Fraktionsvorsitzender abschließend.

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