Keine Mehrheit für Erweiterung des Kiesabbaus in Groß-Rohrheim

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung sollte ein Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Kiesabbaus getroffen werden. Dazu erhielten die Gemeindevertreter wenige Tage vor der Sitzung und ohne darüber in Ausschüssen oder Fraktionen beraten zu können eine Verwaltungsvorlage. Der Informationsgehalt dieser Vorlage beschränkte sich auf die Information des Kiesgrubenbetreibers, dass er die seit Jahren in der Diskussion befindliche Verlegung der Zugfahrt nur dann bauen will, wenn die Gemeindevertretung einer Erweiterung des Kiesabbaus grundsätzlich zustimmt. Zusätzliche fachliche oder sachliche Information waren nicht enthalten. Diese gab es dann auch in der Sitzung der Gemeindevertretung nicht. Bei dem besagten Gebiet handelt es sich um ein Vogelschutzgebiet mit Brachflächen wie sie heute immer weniger vorkommen, für die Erhaltung der Artenvielfalt jedoch besonders wichtig sind. Zudem müssen vor einer grundsätzlichen Entscheidung auch Vertragsbedingungen geklärt und es muss mit den betroffenen Landwirten, mit den Jagdpächtern und natürlich mit den Naturschutz gesprochen werden. Die Freien Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim beantragten deshalb die Verweisung der Angelegenheit „Grundsatzbeschluss zur Erweiterung der Kiesabbaufläche“ zur Klärung der offenen Fragen in die Fachausschüsse. Diesem Antrag wurde mit Mehrheit stattgegeben. Davon unbenommen kann der Betreiber der Kiesgrube mit dem Bau der neuen Zufahrt beginnen. Seit Monaten liegen dazu die Genehmigungen vor und es wurde zugesagt, dass die neue Zufahrt im Herbst 2017 fertig sei.

 

 

Auszug aus dem Flächennutzungsplan der Gemeinde Groß-Rohrheim

 

 

 

 

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