Wer bestellt muss auch bezahlen

Bundesregierung und Deutsche Bahn lassen sich abwechselnd für die Modernisierung der Schieneninfrastruktur und für die Modernisierung der Bahnhöfe loben. Bundesverkehrsminister Dobrindt feiert sich für sein Sofortprogramm „Barrierefreiheit für Bahnstationen im ländlichen Raum“. Doch wenn man genau hinsieht, dann sollen scheinbar genau die Kommunen im ländlichen Raum für die vollmundigen Versprechen von Bundesregierung und Deutscher Bahn bezahlen.

Anders sind die aktuellen Meldungen des Eisenbahnbundesamtes nicht zu verstehen. Denn von den drei Aufzügen die in Groß-Rohrheim notwendig sind, um die versprochene Barrierefreiheit zu erreichen, wollen die Bundesbehörden plötzlich nur noch einen bezahlen. Dabei sind z.B. nur die an den Bahnsteigen erforderlichen Umbaumaßnahmen (Anhebung der Bahnsteige) dafür verantwortlich, dass die derzeit vorhandene Barrierefreiheit vom Bahnhofsvorplatz zum Bahnsteig 1 wegfällt. Verursacher dieser Maßnahmen ist also zweifelsfrei nicht die Gemeinde Groß-Rohrheim. Und weshalb soll unsere Gemeinde für Kosten aufkommen die sie nicht zu verantworten hat? Auch hier gilt unserer Meinung nach das Konnexitätsprinzip: wer bestellt muss auch bezahlen.

Durch die Besonderheiten einer recht tief liegenden Gemarkung, konnte sich Groß-Rohrheim nur in westlicher Richtung entscheidend ausdehnen. Durch die Ausweisung der Baugebiete westlich der Bahnlinie entstand deshalb eine zweigeteilte Gemeinde. Seit Jahrzehnten leben wir mit den dadurch vorhandenen Problemen und Nachteilen. Insofern ist es nur recht und billig, dass es auch von der Bibliser Straße her einen barrierefreien Zugang zum Bahnhof geben muss. Es bleibt also zu hoffen, dass die beiden Bundestagsabgeordneten in dieser Sache etwas für unsere Gemeinde erreichen und die Behörden zum Umdenken bewegen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen